Œpiewnik - Liederbuch
 

ADE POLENLAND

Ade Polenland,
Ade weites Land,
Heim geht jetzt die Fahrt.
Wollen heimwärts ziehn,
Wo die Kirschen blühn,
Manches Mädel auf uns harrt.

He, bester Wirt, he,
Schenk uns nochmals ein;
Nehmen jetzt Abschied
Von dem rotgoldnen Wein.

Ade Polenland,
Ade weites Land,
Lebe nun Wohl.

Ja, das ist Soldatenleben,
Ob in Warschau oder Prag.
Müssen wir auch morgen kämpfen,
Heute lacht der helle Tag.

|: Haben wir auch Piwo getrunken
   Und der feurighaar'gen Janka gewunken
   Bis die letzte Streife kam
   Und uns nach Hause nahm. :|
 

ES LIEGT EIN GRAB IN POLENLAND
Feldwebel Johannes Jäschke

1. Es liegt ein Grab in Polenland,
Ein Hügel dort am Straßenrand;
Ein schlichtes Kreuz, ein Helm von Stahl,
Die Blumen sind schon alle fahl!

2. Und was ich da geschrieben fand
Von eines Kameraden Hand,
Das prägt sich tief ins Herz mir ein;
Ich stand auf weitem Feld allein!

3. Geschrieben stand es knapp und schlicht;
Wir wissen seinen Namen nicht,
Ein unbekannter deutscher Mann;
Der Herbstwind fing zu wehen an!

4. Gemäht ist längst der grüne Klee,
Bald deckt dein Grab der weiche Schnee,
Die Sonne strahlt mit mildem Licht;
Vergessen werden wir dich nicht!

 

ICH HATT' EINEN KAMERADEN

1809 Ludwig Uhland, 1809 (1787-1862)
Ich hatt' einen Kameraden,
Einen bessern findst du nit.
Die Trommel schlug zum Streite,
Er ging an meiner Seite
|: In gleichem Schritt und Tritt. :|

Eine Kugel kam geflogen:
Gilt's mir oder gilt es dir?
Ihn hat es weggerissen,
Er liegt vor meinen Füßen
|: Als wär's ein Stück von mir :|

Will mir die Hand noch reichen,
Derweil ich eben lad'.
"Kann dir die Hand nicht geben,
Bleib du im ew'gen Leben
|: Mein guter Kamerad!" :|

PANZERLIED
Oberleutnant Wiehle am 25. Juni 1933

1. Ob's stürmt oder schneit,
Ob die Sonne uns lacht,
Der Tag glühend heiß
Oder eiskalt die Nacht.
Bestaubt sind die Gesichter,
Doch froh ist unser Sinn,
Ist unser Sinn;
Es braust unser Panzer
Im Sturmwind dahin.

2. Mit donnernden Motoren,
Geschwind wie der Blitz,
Dem Feinde entgegen,
Im Panzer geschützt.
Voraus den Kameraden,
Im Kampf steh'n wir allein,
Steh'n wir allein,
So stoßen wir tief
In die feindlichen Reihn.

3. Wenn vor uns ein feindliches
Heer dann erscheint,
Wird Vollgas gegeben
Und ran an den Feind!
Was gilt denn unser Leben
Für unsres Reiches Heer?
Ja Reiches Heer?
Für Deutschland zu sterben
Ist uns höchste Ehr.

4. Mit Sperren und Minen
Hält der Gegner uns auf,
Wir lachen darüber
Und fahren nicht drauf.
Und droh'n vor uns Geschütze,
Versteckt im gelben Sand,
Im gelben Sand,
Wir suchen uns Wege,
Die keiner sonst fand.

5. Und läßt uns im Stich
Einst das treulose Glück,
Und kehren wir nicht mehr
Zur Heimat zurück,
Trifft uns die Todeskugel,
Ruft uns das Schicksal ab,
Ja Schicksal ab,
Dann wird uns der Panzer
Ein ehernes Grab.

LILLI MARLEEN
Hans Leip 1915

1. Vor der Kaserne
Vor dem großen Tor
Stand eine Laterne
Und steht sie noch davor
So woll'n wir uns da wieder seh'n
Bei der Laterne wollen wir steh'n
|: Wie einst Lili Marleen. :|

2. Unsere beide Schatten
Sah'n wie einer aus
Daß wir so lieb uns hatten
Das sah man gleich daraus
Und alle Leute soll'n es seh'n
Wenn wir bei der Laterne steh'n
|: Wie einst Lili Marleen. :|

3. Schon rief der Posten,
Sie blasen Zapfenstreich
Das kann drei Tage kosten
Kam'rad, ich komm sogleich
Da sagten wir auf Wiedersehen
Wie gerne wollt ich mit dir geh'n
|: Mit dir Lili Marleen. :|

4. Deine Schritte kennt sie,
Deinen zieren Gang
Alle Abend brennt sie,
Doch mich vergaß sie lang
Und sollte mir ein Leids gescheh'n
Wer wird bei der Laterne stehen
|: Mit dir Lili Marleen? :|

5. Aus dem stillen Raume,
Aus der Erde Grund
Hebt mich wie im Traume
Dein verliebter Mund
Wenn sich die späten Nebel drehn
Werd' ich bei der Laterne steh'n
|: Wie einst Lili Marleen. :|

ROSEMARIE
Herms Niel

Es ist so schön Soldat zu sein, Rosemarie,
Nicht jeder Tag bringt Sonnenschein, Rosemarie,
Doch du, du bist mein Talisman, Rosemarie,
Du gehst in allem mir voran, Rosemarie.

|: Soldaten sind Soldaten
   In Worten und in Taten,
   Sie kennen keine Lumperei
   Und sind nur einem Mädel treu,
   Valleri, Valleralle ralle ra!
   Rosemarie. :|

2. Zwei Jahre sind so schnell dahin, Rosemarie,
Und wenn ich wieder bei dir bin, Rosemarie,
Dann küß ich dich und sage dir, Rosemarie,
Von nun an, Schatz, gehörst du mir, Rosemarie.
Soldaten sind Soldaten . . . . .

3. In Treue fest für immerdar, Rosemarie,
Geh'n beide wir zum Traualtar, Rosemarie,
Und reichen uns zum Bund die Hand, Rosemarie,
In Treue fest fürs Vaterland, Rosemarie.
Soldaten sind Soldaten . . . . .

ERIKA
Herms Niel

Auf der Heide blüht ein kleines Blümelein
Und das heißt: Erika.
Heiß von hunderttausend kleinen Bienelein
Wird umschwärmt Erika.
Denn ihr Herz ist voller Süßigkeit,
Zarter Duft entströmt dem Blütenkleid
Auf der Heide blüht ein kleines Blümelein
Und das heißt: Erika.

2. In der Heimat wohnt ein kleines Mägdelein
Und das heißt: Erika.
Dieses Mädel ist mein treues Schätzelein
Und mein Glück, Erika.
Wenn das Heidekraut rot-lila blüht,
Singe ich zum Gruß ihr dieses Lied.
Auf der Heide blüht ein kleines Blümelein
Und das heißt: Erika.

3. In mein'm Kämmerlein blüht auch ein Blümelein
Und das heißt: Erika.
Schon beim Morgengrau'n sowie beim Dämmerschein
Schaut's mich an, Erika.
Und dann ist es mir, als spräch' es laut:
Denkst du auch an deine kleine Braut?
In der Heimat weint um dich ein Mägdelein
Und das heißt: Erika.
 

ANNEMARIE
XIX w.

Mein Regiment, mein Heimatland,
Meine Mutter habe ich nicht gekannt.
|: Mein Vater starb schon früh im Feld, früh im Feld,
   Ich steh' allein auf dieser Welt. :|

|: Mein Nam' ist Annemarie,
   Ein jeder kennt mich schon,
   Ich bin ja die Tochter
   Vom ganzen Batallion! :|

2. Marie, Marie, so heißt der Nam',
Den ich vom Regiment bekam;
|: Mein ganzes Leben lasse ich, lasse ich
   Fürs Regiment da sterbe ich.:|
|: Mein Nam' ist . . . . . .

3. Wenn's Regiment früh ausmarschiert,
Der Tambour seine Trommel rührt,
|: Tausch ich mit keinem Fürsten nicht, Fürsten nicht,
   Wer lebt denn glücklicher als ich.:|
|: Mein Nam' ist . . . . . .

4. Ein' Offizier, den mag ich nicht,
Weil er den Mädchen viel verspricht,
|: Ein Grenadier nur soll es sein, soll es sein,
   Für den schlägt nur mein Herz allein.:|
|: Mein Nam' ist . . . . . .

5. So kommt denn alle her zu mir,
Sei's Füselier, sei's Grenadier.
|: Ich reich ein'm jeden meine Hand, meine Hand,
   Die Liebe macht mir keine Schand'. :|
|: Mein Nam' ist . . . . . .

6. Wenn ich dereinst gestorben bin
So setz mir einen Grabstein hin,
|: Darauf da soll geschrieben sein:
   Hier ruht Marie so ganz allein! :|
|: Mein Nam' ist . . . . . .

LISA, LISA /
DES MORGENS UM HALB VIERE

Des Morgens,
Des Morgens um halb viere,
Halb viere,
Da kommt der Unteroffizier.
Heraus,
Heraus ihr faulen Tiere,
Ja Tiere,
Und reinigt das Revier.

Refrain:
Aber immer,
Mit frischem, frohen Mut, zwei drei,
Ja Mut zwei drei,
Ja Mut zwei drei,
Aber immer,
Mit frischem, frohen Mut, zwei drei,
Ziehn wir der Heimat zu.

Lisa, Lisa,
Schenke dem Reservemann noch mal ein,
Lisa, Lisa,
Schenk der Reserve noch ein.

Der Hauptmann steigt zu Pferde
Und pfeift die Hammel an.
Ob dieses Anpfiffs freute
Sich der Reservemann.
Refrain:

Der Hauptmann kam geritten,
Auf einem Ziegenbock.
Da dachten die Rekruten,
Es sei der liebe Gott.
Refrain:

Dann geht es nach'm Schießstand 'raus,
Da gibt's 'ne Schweinerei.
Der Hammel schießt 'ne Zwölfe,
Reserve haut vorbei.
Refrain:

Marschier'n wir 'raus nach Plötz'nsee,
Dieselbe Schweinerei,
Reserve, die ersaufet,
Der Hammel schwimmt sich frei.
Refrain:

Die Truppe paradiert,
Der Oberst schnaubt vor Wut,
Reserve es versaute,
Der Hammel macht es gut.
Refrain:

Der Posten ist erfroren,
In einer Winternacht.
Es fror ihn an den Ohren,
Das hat ihn umgebracht.
Refrain:

Das Lämpchen brennt so trübe,
Es fehlt ihm an das Fett.
Das Mädchen das ich liebe,
Das liegt schon längst im Bett.
Refrain:

Die Übung ist zu Ende,
Nach Hause geht's im Nu,
Der Hammel exerzieret,
Reserve die hat Ruh.
Refrain:
 

MORGEN MARSCHIEREN WIR

1. Morgen marschieren wir
Zu dem Bauern ins Nachtquartier.
|: Eine Tasse Tee,
   Zucker und Kaffee :|
|: Und ein Gläschen Wein! :|

2. Morgen marschieren wir
Zu einem Bauern ins Nachtquartier.
|: Wenn ich werde scheiden,
   Wird mein Mädchen weinen :|
|: Und wird traurig sein. :|

3. Mädchen, geh du nach Haus,
Denn die Glocke hat schon zehn geschlagen aus;
|: Geh und leg dich nieder
   Und steh morgen wieder :|
|: Früh beizeiten auf! :|

4. Kannst du nicht schlafen ein,
Ei, so nimm doch einen Schlaftrunk ein;
|: Trink eine Tasse Tee,
   Schokolade und Kaffee:|
|: Und ein Gläschen Wein! :|

5. Mädchen, ich liebe dich,
Heiraten aber kann ich dich nicht;
|: Wart nur noch ein Jahr,
   Dann wird's werden wahr,:|
|: Daß wir werden ein Paar! :|

Zamieszczenie treœci piosenek nie ma na celu propagowania ideologii.